Archiv für den Monat: Januar 2011

Allumfassende Netzwerke ?

– Allumfassende Netzwerke? –

Verhandlung wegen Untreue beim Amtsgericht Leipzig am 18.01.2011 um 13.00 Uhr

Zeugin, Claudia Iyiaagan-Bohse, eine Leipzigerin mit Zivilcourage und andere geprellte Opfer.

Versagte die Justiz? Wurde der Rechtsstaat erneut beschädigt?

Nein, es ist diese Justiz, dieser Rechtsstaat, den nicht wenige Menschen in den neuen Ländern bei ihrer Rechtssuche kennen lernen!

Die Justiz hat zwar gelernt nach der Selbstjustiz eines Russland-Deutschen in Dresden, sich und andere Bürger bei einer Gerichtsverhandlung gegen solche Art Übergriffe zu schützen, aber was kommt danach? Wenn die Justiz den Bürger weiter diese „Art Rechtsstaat“ vermittelt in dem der Bürger kein Recht erfährt, Täter durch eine harmlose Rechtssprechung nicht in die Schranken zu ihrer Tat gewiesen werden und nach Verkündung des Urteils noch laut lachen?

Peter Trawiel, Prozessbeobachter:

Der Prozess gegen den angeklagten Rechtsanwalt Wetzel aus Leipzig beim Amtsgericht Leipzig am 18.01.2011 um 13.00 Uhr. Zeugin Claudia Iyiaagan-Bohse und andere Zeugen und Beobachter die von diesem Rechtsanwalt „geprellt“ wurden.

Als ich am Verhandlungstag gegen 12.45 Uhr das Amtsgericht Leipzig betrat verschlug es mir kurzzeitig die Sprache und ich glaubte an einen schweren Prozess in diesem Hause gegen Terroristen, ich wolle schon zu meiner Sicherheit einer möglichen Bombendrohung oder ähnlichem was heute Alltag ist, das Haus verlassen, als ich Teilnehmer des besagten Prozesses sah, die ebenfalls wie zu alten DDR-Zeiten geduldig in der Schlange der Bürger standen und warteten genötigt zu diesem Prozess zu gelangen. Eine total abgeriegelte Eingangszone beim Gericht versperrte den Weg. Erst mussten persönliche Sachsen des Gerichtsbesuchers, Taschen, Geldbörse, Ringe, Gürtel, sonstiger Hosentascheninhalt usw. in eine Plastikkiste des den Eingang bewachenden etwa 8 Personen des Sicherheitspersonals in Uniform eingelegt werden. Dann ging es durch eine Sicherheitsschleuse. Als ich diese passierte dachte ich, dass hatte ich auf noch keinem Flugplatz erlebt. Ein Sicherheitsbeamter nahm mich zur Seite und ein weiterer ging mit einem tennisschlägerartigen Gegenstand an meinem Körper hoch und runder, dann musste ich mich umdrehen und die ganze Prozedur verlief an meinem Rücken von oben nach unten. Danach durfte ich meine persönlichen Sachen wie alle anderen Besucher aus der Plastikkiste nehmen, in meine Hose, die mir am Arsch runtergerutscht war, den Gürtel wieder einziehen. Die Leute schimpften zu Maßnahmen, die notwendig geworden waren, weil politisch Verantwortliche in unserem Lande durch ihre Politik, zu unserer Sicherheit versagt hatten. Ich fragte mich ob mir das in der DDR auch noch widerfahren wäre. Fakt ist, diese Prozedur war mir bei den Kommunisten erspart geblieben. Sicher ist aber auch, dass ich Schlimmeres erlebt hätte, da ich für eines der Internierungslager des Regimes als verurteilter Staatsfeind vom I. Strafsenat des Bezirksgerichtes Halle verurteilt war und ich mit dem Fortbestand des Terrorregimes DDR mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht mehr am Leben wäre.
Im Prozesssaal angekommen war bereits große Unruhe, weil der Saal für die Zeugen mit zahlreichen Besuchern zu klein war, bereits die Sicherheitsbeamten in Uniform, die die Zeugen und Prozessbeobachter zu dieser sogenannten „Gerichtsverhandlung“ wohl in Schach halten sollten, belegten vier Plätze. Dann wurde entschieden einen größeren Saal aufzusuchen zu dem uns diese vier Sicherheitsbeamten natürlich begleiteten und dem gesamten Prozessverlauf von über zwei Stunden anwesend waren. Prozessbesucher, die später kamen sagten, dass keine Sperre am Eingang mehr war, man ungehindert, in und aus dem Gebäude gehen konnte. Die Besucher des Prozesses hatten den Eindruck, die Eingangsperre mit Kontrolle war extra für diesen Prozess vorgesehen. Das DDR-Unrechtsgeschädigte als gefährlich eingestuft würden, war eine neue Erfahrung für mich, dazu noch viel Klärungsbedarf in den nächsten Monaten gehört.

Der Prozess: – Das Blutgeld –

Blut an den Händen hat der, der sich Leistungen erschleicht von Menschen die politische Opfer des SED-Unrechtsstaats, wegen Haft – Verfolgung – Enteignung, sonstiger Unrechtstaten einer Diktatur wurden und aus diesem Unrecht vom Staat Wiedergutmachung erhalten, das ihnen durch Betrug vorenthalten wird.

(Meine Beobachtungen zu diesem mysteriösen Prozess sind der Kameradin Claudia Iyiaagan-Bose zugegangen, die Veröffentlichung dazu muss noch nachdem der Sachverhalt abgestimmt ist, freigegeben werden)

In Folge, der Prozessverlauf dieser Verhandlung am Landgericht Leipzig.

P.T.

[Dieser Beitrag wurde am 19.01.2011 – 10:24 von PeterTrawiel aktualisiert]

Interview mit Frau Claudia Iyiaaganbohse, Frau Brigitte Schneider und Helmut Gobsch

siehe auch: Claudia Bohse

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